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Aufenthaltserlaubnis Ausbildung

Drittstaatsangehörige können nach Deutschland einreisen, um eine Ausbildung aufzunehmen. Sie benötigen von der deutschen Auslandvertretung ein Visum zum Zweck der Ausbildung und nach der Einreise eine zweckgebundene Aufenthaltserlaubnis. Diese kann für folgende Ausbildungen erteilt werden:

  • zur betrieblichen Ausbildung: Diese wird je zur Hälfte im Betrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit ist vor Start notwendig.
  • zu einer schulischen Ausbildung
  • zu einer Weiterbildung: Berufliche Kenntnisse müssen nachweislich vorhanden sein und sollen erweitert werden.

Bereits hier lebende Drittstaatsangehörige, die eine Aufenthaltserlaubnis besitzen, sind zur Aufnahme einer Ausbildung berechtigt. Für Asylsuchende und Geduldete gelten besondere Voraussetzungen.

Die Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Ausbildung ist befristet und gilt nur für diesen Aufenthaltszweck. Ändert sich der Aufenthaltszweck, muss dies der zuständigen Stelle unverzüglich gemeldet werden.

Die eigenständige Lebensunterhaltsicherung ist Voraussetzung für die Zeit der Ausbildung. Bei einer betrieblichen Ausbildung wird eine Vergütung gezahlt, die je nach Beruf sehr unterschiedlich sein kann. Oft ist mit diesem Entgelt der Lebensunterhalt noch nicht vollständig gesichert. Die schulische Ausbildung wird in der Regel nicht vergütet. Teilweise ist Schulgeld zu zahlen.

Neben der Ausbildung ist eine Erwerbsarbeit bis zu zehn Stunden wöchentlich erlaubt.

Deutschkenntnisse sind Voraussetzung für eine Ausbildung. In der Regel werden Deutschkenntnisse von Niveau B 2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen erwartet.

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kann eine Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitssuche im Ausbildungsberuf bis zu zwölf Monate bei Berufsausbildung erteilt werden. Nur in dieser Zeit kann eine Arbeit außerhalb des Ausbildungsberufes aufgenommen werden.

In Thüringen lebten 2019 etwa 1.500 Ausländer mit einem Aufenthaltstitel, der zum Zwecke der Ausbildung ausgestellt wurde (Bundesagentur für Arbeit) .

Mehr zur Einreise zu Bildungszwecken hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zusammengestellt.

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