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"Stärkung von Kita-Fachkräften im Umgang mit Kindern und Familien mit Fluchterfahrungen“

Fachtag
Mittwoch, 3. Juli 2019, 10:00 – 16:00 Uhr

„Der Bedarf an konkreten Hilfestellungen für den Kita-Arbeitsalltag ist groß.“ Mit diesen Worten eröffnete die Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, Mirjam Kruppa, den Fachtag „Stärkung von Kita-Fachkräften im Umgang mit Kindern und Familien mit Fluchterfahrungen“. Immer wieder sind Fachkräfte in Kitas herausgefordert, neue und bedürfnisorientierte Entwicklungsprozesse zu initiieren, Strukturen und Abläufe weiter zu entwickeln oder pädagogische Prozesse vor dem Hintergrund aktueller Alltagsanforderungen zu verändern. Für Kinder und Familien mit Fluchterfahrungen kann die Kita ein wichtiger Begleiter sein, um das Ankommen und Einleben zu unterstützen. „Es gibt zahlreiche Unterstützungsangebote für die diversen Herausforderungen, die die Integration Geflüchteter im Kindergarten mit sich bringen kann. Wir müssen daran arbeiten, diese noch besser bekannt zu machen“, fasst Kruppa ihr Anliegen zusammen.

Was brauchen Kinder und Familien mit Fluchterfahrungen? Wie kann ein stärken- und ressourcen-orientierter Umgang mit ihnen gefördert und gelebt werden? Welche konkreten Hilfen stehen Fachkräften in Kitas zur Verfügung?

Diesen und ähnlichen Fragen widmete sich unser Fachtag. Ziel war es, Kita-Teams in der Begegnung mit Kindern und Familien mit Fluchterfahrungen zu unterstützen. Rund 80 Kita-Fachkräfte waren der Einladung nach Erfurt gefolgt.

Nach einem fachlichen Input von Dr. Johanna Graf, psychologische Psychotherapeutin am Universitätsklinikum Tübingen sowie von Volker Abdel Fattah, Soziologe und gefragter Referent in der Kinder- und Jugendhilfe, stellten sich beim „Markt der Möglichkeiten“ verschiedene Thüringer Projekte und Angebote vor. Diese unterstützen Kindergärten, für die betroffenen Kinder und ihre Familien Orte der Fluchtbewältigung und Integration zu sein. Dabei ging es beispielsweise um Sprach- und Kulturmittlung, die Bereitstellung von Arbeitsmaterial, Supervisionsmöglichkeiten und Traumabewältigung. Am Beispiel des „Netzwerks Geraer Kindertagesstätten“, das sich ebenfalls präsentierte, wurde deutlich, wie gewinnbringend eine gute Kommunikation und Verzahnung der unterschiedlichen Angebote vor Ort ist.

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