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Thüringer Integrationsbeauftragte kritisiert Merz

MI10/2022
Erstellt von Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge

„Wer in dieser Zeit Gerüchte gegen Menschen schürt, die bei uns Schutz vor einem brutalen Krieg suchen, hat den Ernst der Lage nicht erkannt“, kritisiert Mirjam Kruppa, Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, die Äußerungen des CDU-Bundesparteivorsitzenden Friedrich Merz.

Seine Äußerungen seien nicht nur schlichtweg falsch. „Die allermeisten Menschen, die aus der Ukraine fliehen, tun dies, um ihr Leben zu retten“, stellt die Beauftragte klar. Mit seiner unreflektierten Äußerung falle Friedrich Merz auch all jenen in den Rücken, die sich seit Monaten in Behörden, Einrichtungen und millionenfach ehrenamtlich für die Schutzsuchenden aus der Ukraine einsetzen.

„Herr Merz ist gut beraten, sich persönlich vor Ort ein Bild zu machen und den Menschen, denen er pauschal Sozialmissbrauch vorwirft, ins Gesicht zu schauen“, empfiehlt Mirjam Kruppa dem CDU-Bundesvorsitzenden. Dann würde er auch wissen, dass es gute Gründe für Familienangehörige gibt, um zeitweise in die Ukraine zurückzukehren. „Viele nehmen das Risiko in Kauf, um noch notwendige Dinge zu regeln, oder wollen einfach nur ihre Väter, Ehemänner oder Söhne sehen“, macht die Beauftragte deutlich.

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