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Kruppa fordert Aufnahmeprogramme für Afghanistan

Nr. 7/2022
Erstellt von Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge

Die Schule geht wieder los. „Für viele im Freistaat ist der Schulstart im Jahr mit erwartungsvoller Aufregung, neuem Elan und Zielen verbunden. Wie sehr würden wir uns das für die Kinder in Afghanistan wünschen!“, so Mirjam Kruppa, Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge. Ein Jahr nach der Machtübernahme durch die Taliban bleiben für viele Kinder, besonders für Mädchen, die Schule geschlossen, Träume und Zukunftspläne werden zerschossen und Angst überlagert die Hoffnung vieler, die sich für eine Zukunft in Frieden und Freiheit eingesetzt haben, fasst die Beauftragte die Situation in Afghanistan zusammen.

Afghanische Kinder

„Täglich erreichen uns Hilferufe von Afghaninnen und Afghanen, die sich für Menschen- und Freiheitsrechte stark gemacht haben, von ehemaligen Ortskräften der Bundeswehr und Angestellten internationaler Firmen“, berichtet Mirjam Kruppa. Diese Menschen werden durch die Taliban verfolgt, gefoltert und getötet. „Es ist unerträglich, ihnen keine Wege aus der Bedrohung aufzeigen zu können“, ärgert sich Kruppa und fordert: „Die Bundesregierung steht in der Verantwortung, ihre Zusagen zu halten und Aufnahmemöglichkeiten zu schaffen.“ Außerdem verlangt die Beauftragte, die Warte- und Bearbeitungszeiten an den zuständlichen deutschen Auslandsvertretungen deutlich zu verkürzen: „Der Nachzug von Familienangehörigen zu bereits hier lebenden Afghaninnen und Afghanen muss schneller umgesetzt werden. Jeder Tag länger kann Leben kosten“, macht Mirjam Kruppa die Dramatik der Situation deutlich.

Die Lage in Afghanistan hat sich seit dem Abzug der internationalen Kräfte und der Machtübernahme der Taliban keinen Deut verbessert – im Gegenteil. Auch die wirtschaftliche Krise erschwert die Lebensbedingungen täglich. „Doch angesichts weiterer Kriege und Krisen in der Welt, schauen nicht mehr so viele Augen auf das geschundene Land am Hindukusch. Wir dürfen Afghanistan nicht im Stich lassen“, mahnt die Beauftragte.

Foto: wikilmages_pixabay

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