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Kruppa: Corona verhindert Familiennachzug aus Syrien

16/2020
Erstellt von Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge

„Eigentlich sollten die syrischen Geschwister am 15. Mai, dem internationalen Tag der Familie, wieder vereint sein: Hadi lebt in Thüringen. Seine Schwester in Syrien und ihre drei Kinder haben Flugtickets und Visa – doch wegen Corona ist die Reise nach Deutschland nun nicht möglich“.

„Eigentlich sollten die syrischen Geschwister am 15. Mai, dem internationalen Tag der Familie, wieder vereint sein: Hadi lebt in Thüringen. Seine Schwester in Syrien und ihre drei Kinder haben Flugtickets und Visa – doch wegen Corona ist die Reise nach Deutschland nun nicht möglich“, berichtet Mirjam Kruppa, Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge. Ein Unterstützerkreis des Thüringer Flüchtlingspaten Syrien e. V. hat rund 120.000 Euro gesammelt, um der Familie den Lebensunterhalt für die nächsten fünf Jahre zu sichern.

„Der bürokratische Aufwand für die Beantragung der Einreise auf der Grundlage von Familienzusammenführung ist immens und das Visum nach der Ausstellung nur drei Monate gültig“, erklärt die Beauftragte. Nach dem Ablauf der Dreimonatsfrist müsste das aufwendige Verfahren neu durchgeführt werden. „Hier braucht es seitens des Auswärtigen Amtes eine unkomplizierte Verlängerung der Visa, die Corona-bedingt nicht fristgemäß genutzt werden können“, fordert Kruppa und unterstützt damit einen offenen Brief des Thüringer Flüchtlingspaten e. V.

Über das Landesaufnahmeprogramm Syrien ermöglicht der Freistaat bereits seit 2013 syrischen Geflüchteten, ihre Angehörigen aus der Heimat nachzuholen. Voraussetzung sei, dass ein Verpflichtungsgeber den Unterhalt für die Familienangehörigen für fünf Jahre absichere. Um dies zu gewährleisten, gründete der Thüringer Flüchtlingspaten Syrien e. V. Unterstützerkreise. Auf diesem Weg konnte der Verein in den vergangenen vier Jahren über 20 Personen zu ihren Angehörigen nach Thüringen holen. Neben Hadis Schwester hoffen derzeit die Eltern eines weiteren in Thüringen lebenden Syrers darauf, dass ihre Einreisevisa unkompliziert verlängert werden, um wieder als Familie in Thüringen vereint zu sein, sobald Corona es zulässt.

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