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Integrationsbeauftragte der Länder fordern mehr Schutz und Empowerment von Migrantinnen

35/2020
Erstellt von Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge

„Gerade mit Blick auf einen nachhaltigen Integrationsprozess gilt es, zugewanderte Frauen als wichtige Partnerinnen noch mehr in den Blick zu nehmen und einzubinden“

„Gerade mit Blick auf einen nachhaltigen Integrationsprozess gilt es, zugewanderte Frauen als wichtige Partnerinnen noch mehr in den Blick zu nehmen und einzubinden“, ist die Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, Mirjam Kruppa, überzeugt. „Uns Frauen, fast überall auf der Welt, verbindet, dass wir häufig eine Schlüsselrolle in Familie und Erziehung einnehmen“, erklärt Kruppa. Deshalb widmete die heutige Konferenz der Integrations- und Ausländerbeauftragten der Länder gemeinsam mit der Bundesbeauftragten Annette Widmann-Mauz unter anderem dem Schutz und dem Empowerment von Migrantinnen besondere Aufmerksamkeit.

„In meinen alltäglichen Begegnungen mit zugewanderten Familien erlebe ich immer wieder, welchen erheblichen Einfluss Mütter und Frauen auf den gesamten Integrationsprozess von Familien nehmen. Ihre Potenziale zu fördern, sie in ihrer Selbstbestimmung zu unterstützen und auch zu schützen wirkt sich nicht nur für die Frauen selbst, sondern auch auf die nachfolgende Generation aus“, unterstreicht Kruppa die gemeinsamen Resolutionen, die sie dazu heute mit den Kolleginnen und Kollegen der Länder verabschiedet hat.

Besondere Aufmerksamkeit widmeten die Integrations- und Ausländerbeauftragen außerdem der Frage, wie der zunehmenden Hetze und verbalen Gewalt im Internet entgegenzuwirken sei. Sie fordern dringend die Überarbeitung des Gesetzes zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität. Mit dem Verweis auf die Verrohung der Sprache in den sozialen Medien mahnen sie: „Wo Hemmschwellen sinken, wächst auch die Gefahr, dass aus Hassbotschaften schwere Straftaten werden, wie aktuelle Fälle zeigen.“

„In dieser Zeit, in der Distanz und Kontaktbeschränkung höchste Priorität haben, sehe ich als größte Herausforderung, den Zusammenhalt und das Miteinander der Gesellschaft zu schützen. Hier brauchen wir mehr denn je einen engen Austausch und einen wachen Blick“, zieht Kruppa als Fazit aus dem Treffen mit den Kolleginnen und Kollegen. Das alljährliche Treffen fand erstmalig digital statt und wurde durch die saarländische Integrationsbeauftragte und Sozialministerin Monika Bachmann ausgerichtet.

Die drei Resolutionen der Jahreskonferenz finden Sie anliegend.

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