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Roswora mahnt: Impfangebote an Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften haben hohe Priorität

9/2021
Erstellt von Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge

„Es ist gut und überfällig, dass Geflüchtete, die im beengten Raum in Thüringer Gemeinschaftsunterkünften leben müssen, nun Impfangebote erhalten"

„Es ist gut und überfällig, dass Geflüchtete, die im beengten Raum in Thüringer Gemeinschaftsunterkünften leben müssen, nun Impfangebote erhalten,“ begrüßt Annett Roswora, stellvertretende Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, die anlaufenden Corona-Schutzimpfungen in den Einrichtungen. Deren Bewohnerinnen und Bewohner gehören gemäß der Coronavirus-Impfverordnung des Bundes zur Gruppe mit der zweithöchsten Impfpriorität. „Das Impfangebot an Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften muss den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission entsprechen“, fordert Roswora.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, den Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson nur bei Menschen ab 60 Jahren einzusetzen. Die Mehrheit der in Gemeinschaftseinrichtungen untergebrachten Geflüchteten ist jünger. Dennoch wird dieser Impfstoff vorrangig in den Gemeinschaftsunterkünften genutzt. „Man darf diesen Menschen nicht ausschließlich ein Vakzin anbieten, das für ihre Altersgruppe von der STIKO ausdrücklich nicht empfohlen wird“, mahnt Roswora.

„Im Austausch mit den Integrationsbeauftragten der anderen Bundesländer und des Bundes arbeiten wir daran, die Impfbereitschaft zu erhöhen, um neue ‚Hotspots‘ zu vermeiden. Dazu braucht es sprach- und kultursensible Vermittlung, um das Impfangebot zu erläutern“, empfiehlt die stellvertretende Beauftragte. „Es wäre gut investiertes Geld für alle, Mittel aus dem Corona-Sondervermögen für entsprechende Übersetzungs- und Aufklärungsarbeit einzusetzen“, regt Roswora abschließend an.

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