Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Wer setzt sich für Afghanistan ein? Kruppa lädt heute Abend zu Film und Gespräch

8/2021
Erstellt von Beauftragte für Intetegration, Migration und Flüchtlinge

„Wer in Kabul lebt, hat beim täglichen Weg zur Arbeit nicht die Gewissheit, am Abend seine Familie wieder unbeschadet zu sehen“

Filmplakat "True Warriors" "Personen vor Vorhang"

„Wer in Kabul lebt, hat beim täglichen Weg zur Arbeit nicht die Gewissheit, am Abend seine Familie wieder unbeschadet zu sehen“, beschreibt Mirjam Kruppa, Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, die Situation vieler Menschen in der afghanischen Hauptstadt. Jeden Tag würden dort bei Anschlägen viele getötet. „Auch wenn die internationalen Truppen jetzt abziehen, die Situation in Kabul und weiten Teilen des Landes ist nach wie vor instabil“, so die Beauftragte.

„Nach Afghanistan darf niemand abgeschoben werden“, kritisiert Mirjam Kruppa das Handeln der Bundesregierung.“ Wer von dort fliehe, tue das aus gutem Grund. „Wer sich im Land für seine Gesellschaft einsetzt, verdient Anerkennung und Unterstützung. Dazu gehören die Mitglieder einer Theatergruppe, die das Filmemacherpaar Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck im Jahr 2017 begleitet haben“, berichtet Kruppa. Die Theatertruppe wollte im Dezember 2014 mit einem Theaterstück ein Zeichen gegen den Terror setzen, der die Gesellschaft zerfrisst. Doch dann wurde die Inszenierung selbst zum Anschlagsort. Im Zuschauerraum sprengte sich ein 17 Jahre alter Junge in die Luft. Dieser Anschlag war einschneidend für alle Schauspielerinnen und Schauspieler. Trotzdem machten sie weiter – manche flohen nach Europa und wirken seither im Exil. Andere entschlossen sich, in Kabul zu bleiben und noch mehr Risiko in Kauf zu nehmen. „Der Dokumentarfilm ‚True Warriors‘ stellt wahre Helden vor“, fasst die Beauftragte zusammen. „Für sie sind Zusammenhalt, Kreativität und der unerschütterliche Glaube an das Gute die wichtigsten Waffen im Kampf gegen Terror und Gewalt.“

Weitere Informationen sind auf der Homepage der Beauftragten eingestellt. Anmeldungen sind noch kurzfristig bis 17 Uhr möglich.

Der Freistaat Thüringen in den sozialen Netzwerken: