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Kruppa: Muttersprache muss gefördert werden

4/2021
Erstellt von Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge

„Wer hier lebt und neben Deutsch seine Muttersprache beherrscht, trägt einen Schatz in sich!“

„Wer hier lebt und neben Deutsch seine Muttersprache beherrscht, trägt einen Schatz in sich!“, betont Mirjam Kruppa, Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, anlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache am kommenden Sonntag. Die Beauftragte begrüßt daher das Vorhaben der Landesregierung, die Muttersprache von Schülerinnen und Schülern mit Migrationsgeschichte landesweit verstärkt zu fördern.

„Mehrsprachigkeit ist ein großes Potential. Es gehört zu einer sinnvollen Integrationsarbeit, dieses zu fördern,“ führt Kruppa aus. Wer sicher in seiner Muttersprache sei, entwickele leichter sprachübergreifende Kenntnisse, die auch beim Erlernen von Deutsch oder weiteren Fremdsprachen wichtig sind. Dabei gehe es darum, die Sprache nicht nur zu sprechen, sondern auch schriftlich zu beherrschen, erklärt die Beauftragte.

„Darüber hinaus ist Muttersprache ein wesentlicher Teil von Identität,“ betont Kruppa. Zugewanderte bei der Förderung der Muttersprache zu unterstützen, stelle daher eine wichtige Wertschätzung seitens der Landesregierung dar und stärke die Kinder in ihrer Entwicklung. „Gerade Kindern gilt es zu vermitteln: ‚Mit deiner Muttersprache bringst du etwas Besonders mit, etwas Wertvolles! Wir wollen dich ermutigen und dir Möglichkeiten bieten, das zu bewahren!‘“  

Die Förderung Mutterprachlichen Unterrichts hat die Landesregierung mit dem „Thüringer Integrationskonzept – für ein gutes Miteinander!“ Ende 2017 beschlossen. Die landesweite Umsetzung wird derzeit verstärkt durch das Migrationsministerium vorbereitet.

Der Internationale Tag der Muttersprache ist ein von der UNESCO ausgerufener Gedenktag zur "Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit". Er wird seit dem Jahr 2000 jährlich am 21. Februar begangen.

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