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Kruppa begrüßt Ausweitung der Präsenzbeschulung für alle Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf

2/2021
Erstellt von Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge

„Kinder aus neu zugewanderten Familien drohen im Homeschooling abgehängt zu werden“

„Kinder aus neu zugewanderten Familien drohen im Homeschooling abgehängt zu werden“, mahnt die Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge Mirjam Kruppa und begrüßt die Neuregelung des Thüringer Bildungsministeriums. Demnach werden seit dem 1. Februar 2021 Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf unabhängig ihrer Klassenstufe von der Schulschließung ausgenommen.

„Wenn Familien die fehlende Unterstützung durch den Präsenzunterricht nicht ausgleichen können, besteht die Gefahr, dass ihre Kinder dauerhaft den Anschluss verlieren“, mahnt die Beauftragte und bekräftigt die Verordnung des Bildungsministers. „Für diese Kinder muss das Recht auf Bildung durch schulische Präsenzbetreuung gewährleistet werden.“ Das betreffe alle, deren häusliche Situation keine ausreichenden Lernbedingungen ermöglicht und insbesondere auch jene, die auf eine Deutschförderung angewiesen sind. „Die Lehrerinnen und Lehrer haben nun lange genug Erfahrungen im Distanzunterricht gesammelt, um einschätzen zu können, welche Schülerinnen und Schüler auf diese Art nicht erreicht werden“, so die Beauftragte. Dass diese Kinder mit der geänderten Regelung durch Präsenzangebote aufgefangen werden, sei jetzt dringend notwendig, fordert Kruppa.

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter wies mit Schreiben vom 25. Januar 2021 die Schulen auf die entsprechenden Änderungen von Paragraf 10a Absatz 1 der Dritten Thüringer SARS-CoV-2 Sondereindämmungsmaßnahmenverordnung hin. Sie ist zusammen mit der Begründung auf der Homepage des Thüringer Bildungsministeriums veröffentlicht. Demnach sind die Schulen „für Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf zu öffnen, um diesen Schülern den Zugang zur Bildung zu erleichtern und um sie zu fördern sowie zu unterstützen“. Welche Schülerinnen und Schüler dies konkret betrifft, entscheidet die jeweilige Schulleitung. Gemäß den Erläuterungen zur Verordnung ist besonderer Unterstützungsbedarf „insbesondere für Schüler anzunehmen, die:

  • in besonders hohem Maße auf den persönlichen Kontakt zur Lehrkraft angewiesen sind,
  • aufgrund ihrer häuslichen Situation oder der technischen Ausstattung beim Lernen zu Hause in den vergangenen Wochen weder digital noch analog oder nur sehr schwer erreicht werden konnten,
  • in den vergangenen Wochen ihre schulischen Aufgaben nicht oder nur mit erheblicher Betreuung durch die Schule erledigen konnten,
  • von Schuldistanz bedroht sind,
  • Hilfestellungen aufgrund von Sprachförderbedarf benötigten (Schüler mit Migrationshintergrund).

Dabei sollen Schüler der Schuleingangsphase, die der Förderung und Unterstützung beim Lese- und Schriftspracherwerb bedürfen, besonders berücksichtigt werden.“

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