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Kruppa mahnt Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention an

1/2021
Erstellt von Beauftragte für Intetegration, Migration und Flüchtlinge

„Die Rechte geflüchteter Kinder müssen genau so geschützt werden, wie die aller anderen Kinder“

„Die Rechte geflüchteter Kinder müssen genau so geschützt werden, wie die aller anderen Kinder“, fordert die Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge Mirjam Kruppa. „Es hat schon fast etwas Zynisches, Kinderrechte im Grundgesetz verankern zu wollen und gleichzeitig zuzulassen, dass in Griechenland und Bosnien Kinder frieren und im Schlamm schlafen“, konstatiert die Beauftragte. Gerade am Umgang mit den besonders Schutzbedürftigen – den Kindern Geflüchteter – werde sich messen lassen, wie ernst es der Bundesregierung mit der Wahrung der Kinderrechte ist.
 
„Was allen Kindern zusteht, ist seit 1989 international vereinbart und in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen festgelegt“, betont Kruppa. „Seit 2010 hat sich auch die Bundesrepublik Deutschland der Kinderrechtskonvention vorbehaltslos verpflichtet“, erinnert die Beauftragte. „Diese Rechte werden in Flüchtlingslagern der Europäischen Union offensichtlich mit Füßen getreten.“ Auch die Bundesregierung trage dafür mit Verantwortung, kritisiert Kruppa. „Ebenso wenig sind Kinderrechte angemessen berücksichtigt, wenn Elternteile und Kinder geflüchteter Familien getrennt werden oder ihre Zusammenführung an bürokratischen Hürden scheitert“, mahnt Kruppa.
 
Das Bundeskabinett hat am 20. Januar 2021 den Vorschlag der Regierung zur Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz beschlossen. „Es ist richtig und wichtig, die Rechte von Kindern besonders zu würdigen und zu schützen – und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern vor allem in der Praxis.“ Um dies noch besser umzusetzen, müsse nicht auf eine Grundgesetzänderung gewartet werden, fordert die Beauftragte.

Bildquelle: Pixabay/Clker

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