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Mirjam Kruppa

In all meinem Engagement als Beauftragte weiß ich mich mit vielen großartigen ehren- und hauptamtlichen Initiativen verbunden. Gemeinsam mit ihnen möchte ich weiter dazu einladen und überzeugen, dass Migration und Integration ein Gewinn und eine Chance für uns alle sind – und Zugewanderte ganz herzlich willkommen heißen.

Lebenlauf

Mirjam Kruppa ist 1970 in Berlin geboren, verheiratet, hat vier Kinder und lebt mit ihrer Familie in Erfurt.

  • Nach dem Abitur praktisches Auslandsjahr in den autonomen palästinensischen Gebieten; Arbeit in verschiedenen sozialen Projekten

    Im Anschluss Studium der Rechtswissenschaften in Marburg an der Lahn und Tübingen; Abschluss mit dem ersten juristischen Staatsexamen

    1995–1997 Referendariat am Landgericht Erfurt mit Studienaufenthalten in Speyer und Bielefeld; Abschluss des zweiten juristischen Staatsexamens

    1997–1999  Arabisch-Studium an der Universität Leipzig.

  • Von 1998 - 2015 Rechtsanwältin mit Arbeitsschwerpunkt im Ausländer- und Asylrecht und Fachanwältin für Verwaltungsrecht:

    • rechtliche Beratung von Flüchtlingen in Landeserstaufnahmestellen Eisenberg und Suhl;

    • Begleitung in Anhörungsverfahren vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF);

    • Vertretung in verwaltungsgerichtlichen und aufenthaltsrechtlichen Verfahren, im Freizügigkeitsrecht, in Einbürgerungsfragen, in Umverteilungs-und Unterbringungsverfahren, bei unterschiedlichen Aspekten im Rahmen der Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen sowie im Bereich des Asylbewerberleistungsgesetzes (Sozialrecht);

    Seminare und Vorträge zum Ausländer- und Asylrecht  für unterschiedliche Institutionen;
    rechtliche Beratung bei Kirchenasyl;
    ehrenamtliche Rechtsberatung von Geflüchteten für den evangelischen Kirchenkreis Erfurt.

    Seit Mai 2015 Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge im Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz.

  • Seit 2005 Mitglied der Thüringer Härtefallkommission

    Mitglied der Rechtsberaterkonferenz des UNHCR

    Mitglied BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Amt

  • Im November 2014 ist das Amt der Beauftragten für Integration Migration und Flüchtlinge im Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz angesiedelt worden. Seit Mai 2015 ist Mirjam Kruppa damit betraut. Die Zuständigkeiten der Beauftragten wurden zuletzt mit Zuständigkeitsbeschluss der rot-rot-grünen Landesregierung 2014 festgelegt (Veröffentlichung im Gesetz und Verordnungsblatt am 31. März 2015):

    Danach ist die Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge zuständig für

    • die Förderung der Erfüllung des verfassungsrechtlichen Diskriminierungsverbots von Ausländern, Ausländerangelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung und Entwicklung von Maßnahmen, die der Diskriminierung von Ausländern entgegenwirken und der Verbesserung der Situation von Ausländern dienen,
    • die Förderung der rechtlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe der in Thüringen lebenden Menschen und nach Thüringen kommenden Menschen mit Migrationshintergrund,
    • die Förderung einer humanen Flüchtlings- und Asylpolitik auf allen staatlichen Ebenen,
    • Förderung von Organisationen, Gruppen und Initiativen, die Interessen von Ausländern vertreten und Aktivitäten für ein verständnisvolles Zusammenleben von Angehörigen verschiedener ethnischer Herkunft entfalten,
    • die Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch mit entsprechenden Stellen des Bundes, der Länder, der Landkreise, der kreisfreien Städte und der Gemeinden.

     

  • Der Thüringer Landtag hat am 12. Juli 1991 die Schaffung der Stelle eines oder einer Landesbeauftragten für Ausländerfragen beschlossen. Als Aufgaben des oder der Beauftragten wurden festgelegt:

    • die Interessenvertretung der in Thüringen lebenden Ausländerinnen und Ausländer;
    • der Interessenausgleich zwischen Deutschen und Ausländern – vermittelnde und ausgewogene Position bei Auseinandersetzungen;
    • Zusammenarbeit mit Verbänden, Gewerkschaften und Kirchen;
    • Stellungnahmen zu ausländerrelevanten Vorhaben und Programmen und Beratung der Landesregierung in Grundsatzfragen der Ausländerpolitik;
    • Koordinierung der Ausländerarbeit Thüringens und Vertretung Thüringens im entsprechenden Gremium;
    • Vorschläge und Konzepte unterbreiten zum Abbau von faktischen Integrationshemmnissen;
    • die Beratung und Unterstützung von Ausländerinnen entsprechend ihren frauenspezifischen Problemen, religiösen Vorstellungen und ihrer ethnischen Herkunft;
    • Berichterstattung gegenüber der Landesregierung über die Situation der Ausländer in Thüringen;
    • Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildung sowohl für die deutsche wie auch die ausländische Bevölkerung;
    • Stellungnahme zu Grundsatzfragen der Asylpolitik;
    • Bildung eines ehrenamtlichen Ausländerbeirats auf Landesebene;
    • Unterstützung bei der Bildung ehrenamtlicher Ausländerbeiräte auf kommunaler Ebene."

    Die oder der Beauftragte ist durch die Ministerpräsidentin oder den Ministerpräsidenten zu berufen. Eckhard Peters (CDU) wurde 1992 zum „Ausländerbeauftragten“ ernannt. 2010 löste ihn Petra Heß (SPD) ab. Seit Mai 2015 ist Mirjam Kruppa (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) damit beauftragt.

     

     

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